Suchtprävention mit Rauschbrillen

Bericht von Mareike Meyer, Schulsozialpädagogin

Passend zur Karnevalszeit wurde das Thema „Alkoholkonsum und Auswirkungen“ mit den 10. Klassen im Sportunterricht thematisiert. Um den Schülern einen Einblick über die körperlichen Auswirkungen zu zeigen, wurden die schuleigenen Rauschbrillen, welche seinerzeit vom Förderkreis  angeschafft wurden, ausprobiert.

Die Rauschbrillen simulieren einen Promillegehalt von 1,3-1,5 Promille und erzeugen somit einen starken Rauschzustand. Gegenstände erscheinen weiter entfernt, als sie es tatsächlich sind; man sieht doppelt; Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt; ein Tunnelblick wird simuliert; die Reaktionszeit wird länger und Gleichgewichtsstörungen treten auf (torkeln).

In der Großraumsporthalle wurden unter der Leitung von Mareike Meyer, Schulsozialpädagogin, einige Parcours aufgebaut, welche einen möglichen „Nachhauseweg“ nach einer Party darstellten. Zu den Stationen gehörte das Slalomfahren mit einer Sackkarre, um das Fahrradfahren zu imitieren. Ebenso mussten Hürden überwunden werden. Die Schüler balancierten über Bänke, sie mussten Geld aufsammeln und Treppenstufen besteigen und einem „Gartenteich“ ausweichen. Für die Schüler zeigte es auf der einen Seite, wie schwer alltägliche Dinge mit Alkohol im Blut sein können, auf der anderen Seite sahen die zuschauenden Schüler, wie auffällig und auch peinlich das Verhalten einzelner unter Rauscheinfluss sein kann.